Die Richtige Finanzierung für Deine Abizeitung

Heute soll es nun einmal um die richtige Finanzierung für Eure Abizeitung gehen. Denn je früher Ihr diese plant, desto mehr Zeit bleibt Euch Sponsoren zu gewinnen. Und diese sind wichtig, damit Ihr am Ende eine hochwertige aber preisgünstige Abschlusszeitung präsentieren könnt.

Ihr könnt Eure Abizeitung zwar auch über einen klassischen Kuchenverkauf finanzieren, allerdings könnt Ihr sie auch gut durch den Verkaufspreis und mögliche Sponsorengelder refinanzieren. So könnt Ihr die Gelder eines Kuchenverkaufes besser für Eure Abifeier einsetzen. Mit Sponsoren meinen wir übrigens fast ausschließlich Unternehmen, die für Ihr Engagement vermutlich einen kleinen Werbeeffekt sehen möchten. Also lasst uns nun mit der ersten Frage beginnen:

Was kann ich den Sponsoren meiner Abizeitung als Gegenleistung anbieten?

Manchmal geben Euch Unternehmen oder Privatpersonen Geld, ohne dafür eine wirkliche Gegenleistung zu verlangen. Glückwunsch, wenn es dazu kommt. Da das aber nicht der Regelfall ist, wollen wir Euch nachfolgend zwei Beispiele für Gegenleistungen vorstellen.

Variante 1: Logoplatzierung

Die einfachste Variante wäre vermutlich das Logo des Unternehmens irgendwo in Eurer Abizeitung zu platzieren. Beispielsweise auf der Impressum Seite oder auf einer extra “Danke Seite”, die alle Sponsoren auflistet. Allerdings ist hier der Werbeeffekt gering. Unserer Erfahrung nach werden sich eher kleinere Unternehmen für dieses Format interessieren, die oft gar nicht die Möglichkeit haben eine Werbeanzeige gestalten zu lassen und daher nur auf eine Logoplatzierung setzen. Auf der anderen Seite habt Ihr so natürlich die Möglichkeit, Sponsoren zu gewinnen, denen Ihr normalerweise keine Werbeanzeige verkaufen könntet. Falls Ihr Euch also entscheidet, eine Seite oder gar Doppelseite mit Logo Platzierungen anzubieten, solltet Ihr ein paar Dinge beachten, damit diese Seite harmonisch und nicht wie eine billige Werbeseite wirkt:

  1. die Logos solltet nicht zu klein abgebildet werden
  2. bildet nicht zu viele Logos ab
  3. Ihr solltet im Vorfeld genau kommunizieren wie groß und wie viele Logos insgesamt abgebildet werden
  4. Überlegt Euch gleich zu Beginn ein schönes Layout, sodass es kein reiner Werbeblock wird

Variante 2: Werbeanzeigen

Viel interessanter für Euch und eine weit größere Einnahmequelle könnte der Verkauf von Werbeanzeigen sein. Wenn Ihr nicht nur Logoplatzierungen auf einer Seite, sondern ganze Seiten zum Verkauf anbietet, erhalten die Unternehmen eine hochwertige Werbefläche. Für Euch bedeutet das höhere Einnahmen bei einem fast gleichen Akquiseaufwand wie im Fall einer Logoplatzierung. Hier solltet Ihr darauf achten, dass die Werbeanzeigen sich harmonisch in Eure Abizeitung einfügen.

Wie kalkuliere ich den richtigen Preis?

Egal, ob Ihr jetzt nur Logoplatzierungen verkauft oder ganze Werbeanzeigen, in jedem Fall müsst Ihr zuerst einen sinnvollen Preis festlegen. Dieser sollte zumindest schon einmal alle daraus entstehenden Kosten abdecken. Danach überlegt Ihr Euch, wie viel Ihr an jeder verkauften Platzierung verdienen wollt und bildet aus beiden Faktoren den Endpreis. Aber kommen wir nun zur Berechnung. Euren tatsächlichen Kosten können natürlich von unserem Beispiel abweichen:

1. Die tatsächlichen Seitenkosten: (Ca. 7,50 bis 10,00 €)

Zuerst solltet Ihr Eure geplante Abizeitung einmal grob durchkalkulieren: Welche Papiersorten? Wie viele Inhaltsseiten? Und wie viele Exemplare möchtet Ihr drucken? Danach kalkuliert Ihr die Kosten für den Druck von vier weiteren Seiten (einfach Differenz der Kosten zwischen der Version mit/ohne extra vier Seiten). Diese brecht Ihr dann auf eine herunter. Wir haben dies für eine Abizeitung über unseren online Konfigurator mit Softcover, 115 ​g/m² Bilderdruck Papier, 120 Seiten und Auflage von 150 Stück durchgeführt. Experimentiert ruhig ein bisschen rum und setzt den Seitenpreis nicht zu niedrig an.

2. Die Kosten für das Belegexemplar: (Ca. 10,00 bis 15,00 €)

Nicht nur durch die zusätzlichen Seiten, sondern auch durch die Belegexemplare entstehen Euch Kosten. Belegexemplare müsst Ihr in der Regel an Eure Anzeigenkunden verschicken, um nachzuweisen, dass Ihr die Anzeige tatsächlich gedruckt habt. Eines solltet Ihr in jedem Fall einrechnen. Es gibt aber auch Unternehmen, die mehrere Belegexemplare verlangen, weil beispielsweise eine Agentur die Buchung übernimmt. In diesem Fall solltet Ihr die Anzahl vorher abklären und gegebenenfalls in Rechnung stellen. Trefft diese Vereinbarung aber unbedingt vor Vertragsschluss und haltet sie schriftlich fest, um Streitigkeiten nach dem Druck zu vermeiden. Wenn ein Unternehmen beispielsweise vier Belegexemplare fordert, entstehen Euch zusätzlich Kosten von 30,00 oder mehr Euro, das schmälert den Gewinn und kann eventuell dazu führen, dass sich die Anzeige nicht rechnet.

3. Die Versandkosten: (Ca. 2,20 bis 4,39 €)

Die Versandkosten variieren natürlich noch einmal, falls Ihr mehr als ein Belegexemplar verschicken müsst. Normalerweise wird Eure Abizeitung nicht so dick werden, sodass sie am Ende unter 1000 Gramm wiegt. In diesem Fall könnt Ihr vom günstigen Porto der Warensendung oder einem Maxibrief profitieren. Für diesen gibt es auch schon fertige Packsets bei der Deutschen Post, die für Euch dann sehr bequem zu handhaben sind. Solltet Ihr dagegen ein Hardcover Buch planen, werdet Ihr vermutlich über 1000 Gramm landen und seit auf das Päckchen bis 2 kg angewiesen. Ihr könnt also grob für ein Softcover 2,50 € und für ein Hardcover 5,00 € veranschlagen.

Die Gesamtkosten (Ca. 20,00 bis 30,00 €)

Am Ende werdet Ihr also auf etwa 20,00 bis 30,00 € an Kosten kommen, die durch eine Anzeigenbuchung entstehen. Die Seitenkosten können zwar je nach Anzeigengröße – z. B. halbe Seite oder viertel Seite – variieren, aber der viel größere Block für Belegexemplar- und Versandkosten von 12,50 bis 20,00 € wird in jedem Fall anfallen. Plant das mit ein, wenn Ihr Euch überlegt ob und zu welchem Preis Ihr kleinere Seitenformate anbietet.

Welche Werbeanzeigen Formate kann ich anbieten?

Wir stellen Euch nachfolgend einige Möglichkeiten vor, in der Printwerbung haben sich mittlerweile sehr viele Formate wie ¼ oder ⅓ Seite durchgesetzt und diese werden meist noch in verschiedenen Platzierungen angeboten. Hier seht Ihr einige Möglichkeiten abgebildet:

Darstellung verschiedener Anzeigenformate

Abbildung verschiedener Anzeigenformate

Vorteil von diesen Formaten ist, dass man damit freie Plätze im Layout füllen kann. Allerdings bietet es sich nicht immer an, einen freien Platz mit Werbung zu füllen. So wird es kein Mitschüler mögen, wenn auf seinem Steckbrief eine Werbeanzeige prangert. Auch werdet Ihr in der Regel zum Zeitpunkt der Akquise mit dem Layout noch nicht so weit fortgeschritten sein. Sodass Ihr noch gar nicht wisst, wo es freie weiße Stellen im Layout gibt. Die Werbekunden werden es übrigens nicht gerne sehen, wenn Ihr vier ¼ Werbeanzeigen zusammen auf einer Seite platziert. Welche der Formate Ihr tatsächlich anbietet, solltet Ihr Euch also im Hinblick auf Layout und Ertrag gut überlegen. Zu viele Varianten machen außerdem den Verkauf komplizierter. Es empfiehlt sich, nur ganze oder halbe Seiten anzubieten.

Welchen Preis kann ich für meine Anzeigen verlangen?

Wenn wir nun grob die oben berechneten Kosten von durchschnittlich ca. 25,00 € zugrunde legen, müsst Ihr Euch nun noch überlegen, wie viel Ihr an einer Seite verdienen wollt. Legt den Preis nicht zu hoch fest, sonst wird es Euch möglicherweise schwerfallen, genügend Anzeigenkunden zu gewinnen. Ihr könntet Euch überlegen, wie viel in etwa die Werbung beisteuern soll und wie viele Anzeigen Ihr maximal abdrucken möchtet. Achtet auch hier auf das richtige Maß. Ihr solltet auf keinen Fall mehr als 10 % der Seiten mit Werbung füllen, wobei dieser Wert schon relativ hoch ist. Wollt Ihr 500,00 € durch Werbung generieren und maximal 10 Seiten Werbung abdrucken, dann solltet Ihr eine Seite für 25,00 + 50,00 also für mindestens 75,00 € anbieten. Legt den Preis ruhig etwas höher an, denn 100,00 €, wäre für die meisten Unternehmen wahrscheinlich auch noch ein akzeptabler Preis. Wichtig ist vor allem, dass Ihr aus Fairness Gründen jedem Kunden denselben Preis anbieten solltet. Den Preis für eine halbe Seite solltet Ihr dann ein wenig höher ansetzen, z. B. 70 % bis 80 % des Preises für eine ganze Seite. Für Sonderplatzierungen wie beispielsweise auf dem Umschlag könnt Ihr mehr Geld verlangen. Für die Inneren Umschlagseiten bietet sich ein Aufpreis von 50 % und für die Rückseite von 100 % an. Der Umschlag macht viel vom Gesamteindruck Eurer Abizeitung aus, bietet ihn deswegen nicht zu günstig an.

Zusammenfassung

Es gibt verschiedene Möglichkeiten mit einer Gegenleistung jemanden zum Spenden für eine Abizeitung zu bewegen. Logoplatzierungen sind eine einfache Möglichkeit auch kleinere Unternehmen zum Spenden zu bewegen. Werbeanzeigen bieten Euch einen höheren Ertrag. Bei der Bepreisung einer Werbeanzeige solltet Ihr unbedingt die marginalen Kosten berücksichtigen, die Euch beim Druck und Abwicklung einer Werbeanzeigen entstehen. Eine Werbeanzeige darf nicht für einen geringeren Preis verkauft werden, als diese Euch kostet bereitzustellen. Um den richtigen Verkaufspreis zu ermitteln, könnt Ihr entweder einen prozentualen Aufschlag auf die Kosten setzen oder Euch überlegen, wie viel Ihr netto (d. h. nach Abzug aller Kosten) verdienen wollt. Es gibt verschiedene Formate für Werbeanzeigen. Bepreist diese angemessen!

Wie es nächste Woche weitergeht

Wir werden Euch verraten, wie Ihr am Besten an Werbepartner kommt. Außerdem zeigen wir Euch, wie Ihr Euch einen großen Teil der Anzeigenakquise mit unserem Service sparen könnt.

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